Unsere Strategie konzentriert sich jetzt auf die Planung des Bürgerentscheides.

Pressemitteilung, Vorstand
Mai 2022

Liebe Freunde, liebe Mitglieder, liebe Unterstützer

Zunächst nochmals herzlichen Dank an alle, die bisher unserer Spendenbitte vom März 2022 nachgekommen sind. Für Informationsmaterial, für gezielte Aktionen und zur Vorbereitung des Bürgerentscheids werden wir weitere finanzielle Mittel einsetzen müssen.

Nachdem jetzt, durch die Einrichtung des Quartiersparkplatzes auf der Hinteren Insel, zunächst die dem Rahmenplan folgende Bebauung in weitere Ferne gerückt zu sein schien, lässt eine Pressemitteilung der Stadt vom 18.05. (Zeitungsartikel vom 20.05.) aufhorchen: Laut unserem Stadtplaner K. Koschka soll der freiraumplanerische Wettbewerb (für Freiräume, Erschließungsstraßen und Fußwege) bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. Dies gilt als Grundlage für die Erstellung eines Folgekostenkonzepts und die dann folgenden Konzeptvergaben für die städtischen Grundstücke (ehemals P5; „Quartier Nord“ im Rahmenplan).

Warum dieses Vorgehen die Entstehung von Betonklötzen verhindern soll, bleibt sein Geheimnis.

Auf zwei Punkte wird von Seiten des Stadtbauamts immer wieder hingewiesen: zum einen auf den insgesamt nur 9000 Quadratmeter großen „Bürgerpark“, der im Wesentlichen aus der Wiese nördlich der Luitpoldkaserne bestehen soll und damit den deutlich kleineren Anteil der gesamten städtischen Fläche umfasst (selbst der „Luitpoldpark“ auf der Südseite der Kaserne wäre dann erheblich größer); zum anderen auf das bekannte Narrativ der „ausführlichen Bürgerbeteiligung“ als Basis des Rahmenplans. Ergänzend sind nun neben einer erneuten Informationsveranstaltung der Einsatz zweier Arbeitsgruppen (aus der Bürgerschaft) geplant, die sich mit Nutzung und Gestaltung des „neuen familienfreundlichen Wohnquartiers“ beschäftigen sollen.

Eine Alternative zur Bebauung sehe K.Koschka nicht, da wir bezahlbare Wohnungen bräuchten und diese nur auf städtischen Grundstücken und damit nur auf der Hinteren Insel entstehen könnten. Die geplanten zusätzlichen 1200 Schlafplätze im Quartier Nord sollten das weitere „Ausbluten“ der Insel verhindern und sie mit „Leben füllen“.

Dagegen möchte unsere Bürgerinitiative nach wie vor das gesamte Gelände als Erholungsraum für alle gestalten. Durch den Erhalt des bisherigen Insel-Ensembles und durch die Verbesserung der Aufenthaltsqualität durch die großzügige Parkanlage, würde, unserer Ansicht nach, die Attraktivität unserer Altstadt für Bewohner, Kunden und Gäste wieder wesentlich gesteigert. Auch die Vermeidung eines zusätzlichen Verkehrsaufkommens auf der Insel ist ökologisch sinnvoll und dringend zu fordern.

Einige Lindauer scheinen durch die teure Visualisierung des Rahmenplans mit Darstellung eines gefälligen, wenn auch einfallslosen, Wohn- und Geschäftsviertels mit seiner vielfältigen Dachlandschaft beruhigt worden zu sein. Allerdings geht der Rahmenplan nach wie vor von einer vorwiegenden Flachdachbebauung mit wesentlich breiteren Baukörpern aus. Dazu sind die gezeichneten Perspektiven bezüglich der Größe der verbleibenden Wiese wie auch der Gebäudehöhe (die 5-stöckigen „Hochpunkte“ sind niedriger gezeichnet als 4-stöckige Vergleichsbauten) nicht korrekt wiedergegeben. Aber wie gefällig auch Visualisierungen ausfallen mögen, die BIHI wendet sich gegen jegliche Bebauung und setzt sich für den grünen Erholungsraum für alle ein

Die neuerdings geplanten Propagandaaktionen der Stadtplanung und einzelner Stadtratsfraktionen mit Info-Ständen, geführten Spaziergängen und Informationsveranstaltungen, sollten uns Gelegenheit geben, dort auch unsere Meinung zu vertreten. Wer also kann, bitte dort erscheinen!

Unsere Strategie konzentriert sich jetzt auf die Planung des Bürgerentscheides. Dabei dürfte die Unterschriftensammlung bei entsprechender Unterstützung kein größeres Hindernis darstellen. Schwieriger ist das Erreichen des notwendigen Quorums von circa 4000 Ja- Stimmen einzuschätzen. Deshalb möchten wir versuchen, den Abstimmungstag nicht in die Ferienzeit fallen zu lassen und gleichzeitig die Aufmerksamkeit der Lindauer Bevölkerung auf diesen Zeitpunkt hin möglichst hoch zu halten. Vor allem dafür bitten wir bereits jetzt um jede mögliche Hilfe.

Um das Unterschriftensammeln – und im Anschluss natürlich auch die Meinungsbildung für den dann folgenden Bürgerentscheid – zu erleichtern, werden wir weiteres Informationsmaterial zusammenstellen und entsprechend verteilen.

Wir bitten weiterhin um Spenden auf unser

BIHI- Spendenkonto IBAN DE08 7336 9821 0007 0499 35
und laden wie immer zum Besuch unserer Website (www.hintere-insel.de) ein. Wir bitten Sie/Euch alle darum, auch Interessierte und Unentschlossene, die sich bislang noch nicht unserer Bürgerinitiative angeschlossen haben, auf die Website hinzuweisen.

Für heute mit herzlichen Grüßen

Uli Schöffel 1.Vorsitzender

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Es geht NICHT um die Meinung der Bürger, es geht mehr darum die Bürger absichtlich zu verwirren.

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Bürgerinitiative will den „Park für Alle“