…man kann nur hoffen, dass genügend Wähler am 25. September diese Manöver rechtzeitig durchschauen.
Leserbrief
Fritz Eckerlein “Wo finden neue Bewohner auf der Insel Arbeitsplätze?”
Zu „Animation überzeugt Bebauungsgegner“, (6. September):
Ich weiß nicht, was ich von dem Artikel „Animation überzeugt Bebauungsgegner" halten soll. Da ändert ein (!) Lindauer seine Einstellung, und das ist schon eine Schlagzeile wert? Aber was ist mit den restlichen 169 Besuchern der Informationsveranstaltung? Laut Stadtplaner Herr Ordelheide ist nicht einmal garantiert, dass die endgültige Bebauung der „Visualisierung" am Ende auch entspricht. Warum dann überhaupt eine Visualisierung? Über was sollen wir Lindauer Bürger am 25. September eigentlich abstimmen? Betonblöcke? Idyllische Bebauung? Gemäß Herrn Koschka sei es Ziel des Rahmenplans, Familien auf der Insel anzusiedeln, die hier ihren Alltag bewältigen sollen. Frage an Herrn Koschka: „Wo finden diese Familien auf der Insel Arbeitsplätze? Wie und wo verdienen sie ihren Lebensunterhalt?“ Derzeitige und zukünftige Arbeitsplätze befinden sich auf dem Festland und wer außer Herrn Kulak ist so naiv zu glauben, dass die Bewohner der Hinteren Insel künftig alle mit der Bahn zur Arbeit fahren werden? Wie kommt Herr Valdés Valverde dazu zu glauben, dass es zu keinem zusätzlichen Druck auf die jetzt schon mangelnden Parkplätze auf der Insel kommt, wenn bereits jetzt in der Vorplanung nicht für jede Wohnung ein Stellplatz vorgesehen ist? Schon mal daran gedacht, dass manche Familien auf einen Zweitwagen angewiesen sein werden, um ihren Alltag zu bestreiten? Wo stellen die ihre Fahrzeuge ab? Dass die Hintere Insel zukünftig von zwei Seiten erschlossen werden soll, hört sich gut an. Nur wie lange wird das dauern? Bereits jetzt haben Interessenvertreter Widerstand gegen eine Verkürzung der Gleise angekündigt und wie lange ziehen sich in Lindau Verhandlungen mit der Bahn hin? Manche von uns werden es wohl nicht mehr erleben. Es tut mir leid, aber ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass da eine riesige Mogelpackung uns Lindauern aufs Auge gedrückt werden soll und man kann nur hoffen, dass genügend Wähler am 25. September diese Manöver rechtzeitig durchschauen.
Fritz Eckerlein, Lindau-Insel