Entscheidungen über die Zukunft der Hinteren Insel stehen an.
Rundbrief BIHI, Oktober 2021
Liebe Freunde,
liebe Mitglieder,
liebe Unterstützer
Die Gartenschau geht zu Ende. Entscheidungen über die Zukunft des Geländes auf der Hinteren Insel stehen an.
Bei einem Treffen interessierter BIHI-Mitglieder am 03.10.2021 auf dem Gartenschaugelände wurde unsere Zielsetzung des „Parks für Alle“ erneut deutlich, auch wenn durchaus unterschiedliche Ideen zur Ausgestaltung des Parkgeländes zu erkennen waren. Die Vorstellungen umfassten das gesamte Spektrum zwischen einem reinen „Englischen Garten“ und einem attraktionsreichen Erlebnispark. Diskutiert wurde, ob nun eine Erweiterung der Sportstätten, eine Ausgestaltung der Badezone, die Anlage eines kleinen Hafens oder eines Anlegestegs zu wünschen wäre, ob die Infrastruktur für temporäre Märkte, Konzerte oder gastronomische Angebote geschaffen werden sollte oder ob das Ziel des reinen grünen Parks im Vordergrund zu stehen hätte. Vor allem war jedoch die Besorgnis zu spüren, dass mit dem Ende der Gartenschau durch Umbaumaßnahmen Tatsachen geschaffen werden könnten, die unserem Ziel entgegenstehen würden.
Dass dieses Treffen im noch abgesperrten Gelände stattfand und damit für viele unserer Mitglieder nicht frei zugänglich war, war der Vorstellung geschuldet, die Situation vor Ort so nochmals unmittelbar darstellen zu können.
In einer Sitzung des Bauausschusses vom 20.09.2021 traten der Vorsitzende des Skater-Vereins MOVE, Hr. Bender sowie die Vertreterin des „Projekt 3“ (Gastronomie Schützingerweg), Frau A-S.Zapf auf, um ihre Vorstellungen zur Nachnutzung des Gartenschauareals zu präsentieren. Die Möglichkeit zur Erweiterung der Skateranlage für die nächsten 20 Jahre („als Interimsmaßnahme bis zur Bebauung des nördlichen Baufensters“) wurde in Aussicht gestellt. Die Verwaltung wurde daraufhin beauftragt, ein Nachnutzungskonzept zu erarbeiten.
Neben diesem Nachnutzungskonzept erwarten wir in diesem Herbst noch Details zur Wohnbedarfsanalyse sowie zum Folgekostenkonzept (Erschließungskosten und soziale Folgekosten) für eine Umsetzung des bestehenden Rahmenplans.
Unsere Bürgerinitiative Hintere Insel hält, unabhängig von diesen Daten, die Entscheidung für den „Park für Alle“ und gegen die geplante Geschosswohnbebauung für so wichtig und weittragend, dass dazu die Meinung aller Lindauer eingeholt werden muss. Wir fordern deshalb die Entscheidungsträger in der Verwaltung und im Stadtrat auf, allen Bürgern und Bürgerinnen Lindaus die Möglichkeit zu einer direkten Entscheidung zu geben und ein entsprechendes Ratsbegehren einzuleiten.
Im Hinblick auf ein solches Ratsbegehren sollten wir weiterhin versuchen, über vermehrte Diskussionen, auch in innerparteilichen Gremien (!), Überzeugungsarbeit zu leisten, um die Bereitschaft einzelner Mandatsträger zu erhöhen, den früheren Beschluss zu überdenken und diesem Instrument einer direkten Demokratie zuzustimmen. Neben unseren klaren Argumenten (Zerstörung des Insel-Ensembles, Entzug von Erholungsflächen, Natur- und Klimaschutz, zu erwartende Verkehrsprobleme, etc.), sollte dabei die immer deutlicher erkennbare Meinung der Lindauer Bevölkerung, die sich auch in den letzten Kommunalwahlen widerspiegelte, eine entscheidende Rolle spielen. Entsprechende Leserbriefe sind willkommen!
Unsere Website www.hintere-insel.de oder www.bihi.li gewinnt weiter an Gestalt. Außerdem sind wir inzwischen auf den Social Media Kanälen Facebook und Instagram präsent.
Für heute mit herzlichen Grüßen
Uli Schöffel
1.Vorsitzender